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10/10 - Das Ende der
Space Shuttle-Ära rückt näher.
Mit den vorrausichtlich letzten zwei Flügen ins All, Ende
Oktober 2010 und Februar 2011, wird nach fast genau 30 Jahren
die Shuttle-Flotte der NASA stillgelegt.
Im April 1981 startete mit Space Shuttle Columbia erstmals ein
Orbiter mit den Astronauten John W. Young und Robert L.
Crippen zu einem 2-tägigen Aufenthalt in den Weltraum.
Neben verschiedenen Raumfähren zu atmosphärischen Flugtests
gab es fünf raumflugfähige Orbiter (in Reihenfolge der
Fertigstellung): Columbia, Challenger, Discovery, Atlantis und
Endeavour.
Die Challenger explodierte am 28. Januar 1986 kurz nach dem
Start. Die Sieben Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben.
Shuttle Columbia zerbarst beim Wiedereintritt in die
Erdatmospähre am 1. Februar 2003. Alle Sieben Astronauten
starben bei diesem Unglück.
Bei den Shuttle-Flügen wurden u.a. wissenschaftliche
Experimente durchgeführt, Satelliten und das Weltraumteleskop
Hubble in den Weltraum ausgesetzt und einzelne Module der
Internationalen Raumstation ISS zum Zusammenbau ins All
befördert.
In den letzten 30 Jahren flogen auch deutsche Astronauten mit
den Shuttle's ins All.
1983 forschte Ulf Merbold im erstmals
in der Ladebucht verankerten Spacelab und verbrachte 1992
nochmals mehrere Tage im All. 1985 flogen Reinhard Furrer und
Ernst Messerschmid während der D1-Mission, 1993 Ulrich Walter und Hans Schlegel
während der D2-Mission mit einem Orbiter. Gerhard Thiele
reiste im Jahr 2000 und Thomas Reiter 2006 in den Weltraum. Hans Schlegel absolvierte 2008 einen zweiten
Shuttle-Flug.
Anmerkung: Auch in der inzwischen zerfallenen Sowjetunion
wurde an
einer Raumfähre gearbeitet. Die
Buran (deutsch: Schneesturm) sah den US-amerikanischen Shuttle's sehr ähnlich, wies aber konzeptionelle
Unterschiede auf. |